Faltblatt "Vogelgrippe
in Belgien, was dann ?"
Die vollständige
Liste der häufig gestellten Fragen finden Sie hier.
Worum
handelt es sich bei der Vogelgrippe?
Die Vogelgrippe bzw. aviäre Influenza vom Typ A/H5N1
ist eine hoch ansteckende Tierkrankheit. Die meisten
Vogelarten sind für diese Krankheit anfällig. Sie wurde
bereits bei verschiedenen Geflügelarten (Enten, Gänse,
Hühner, Truthähne, Fasane, Wachteln und Rebhühner)
festgestellt. Einige dieser Arten, wie Puten, zeigen klare
Symptome, bei anderen ist hingegen die Ansteckung schwieriger
zu identifizieren (Enten und andere Wasservögel). Die
Art der Symptome und der Krankheitsverlauf hängen von
der Pathogenität der Virusstämme ab, vom Alter des
angesteckten Tieres, von seiner Umgebung und seinem Gesundheitszustand
zum Zeitpunkt der Infektion.
Die Symptome der Krankheit:
- Atemwegsprobleme, Nasennebenhöhlenentzündung,tränende
Augen, angeschwollener Kopf, wobei Kamm und Kehllappen
dick sind und blau anlaufen,
- Rückgang der Legetätigkeit (weniger Eier)
- Schläfrigkeit und Appetitlosigkeit,
- Tod
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Was
ist mit erkrankten oder verendeten Vögeln zu tun?
Ein toter Vogel in freier Natur
Wenn Sie bei einem Spaziergang durch die Natur tote Vögel
finden, benachrichtigen Sie die Polizei oder den Wegedienst
Ihrer Gemeinde. Wenn Sie eine verdächtige Anzahl toter
Vögel finden (1 Schwan, 20 Möwen, Silbermöwen
und Stare oder 5 Tiere einer anderen Gattung, die zur gleichen
Zeit am gleichen Ort aufgefunden werden), können Sie
dies dem Infuenza-Call Center unter der kostenlosen Rufnummer
0800/ 99 777 melden. Dort wird man Ihnen weiterhelfen.
Wir bitten Sie, tote Vögel nur dann zu melden, wenn
sie am gleichen Ort zur gleichen Zeit aufgefunden werden,
wenn es sich um Tiere der gleichen Art oder Gattung handelt
und um folgende Mindestanzahl: 1 Schwan, 20 Möwen,
Silbermöwen und Stare oder 5 Tiere einer anderen auf
dieser Seite erwähnten Gattung. Kranke oder verletzte
Vögel können den Vogelauffangstationen gemeldet
werden. Dort weiß man, was zu tun ist.
Derzeit gibt es in Belgien keinen Fall von Vogelgrippe,
deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Vogel eines
natürlichen Todes gestorben ist, sehr groß. Dennoch
raten wir Ihnen sehr davon ab, tote Vögel zu berühren.
Verendete Tiere können in der Tat eine Vielzahl von
Krankheiten übertragen. Sollten Sie dennoch einen toten
Vogel angefasst haben, sollten Sie sich sorgfältig
mit Seife die Hände waschen. Ganz gewöhnliche
Seife ist absolut ausreichend.
Ein kranker oder toter Vogel in Ihrem Garten
Wenn Sie einen oder mehrere kranke oder tote Vögel
in Ihrem Garten finden und es sich nicht um die verdächtige
Anzahl (1 Schwan, 20 Möwen, Silbermöwen oder Stare
oder 5 Tiere einer anderen Gattung) handelt, kontaktieren
Sie Ihre Gemeinde. Dort wird man Ihnen mitteilen, wie mit
den Tierkadavern umzugehen ist. Einige Gemeinden haben an
zentraler Stelle einen Container aufstellen lassen, in dem
Sie die toten Vögel deponieren können.
Wenn Sie tote Vögel in verdächtiger Anzahl (1
Schwan, 20 Möwen, Silbermöwen oder Stare oder
5 Tiere einer anderen Gattung) zur gleichen Zeit und am
gleichen Ort finden, können Sie das Influenza-Call
Center unter der kostenlosen Rufnummer 0800/99 777 benachrichtigen.
Das Call Center wird die zuständigen Dienste informieren.
Berühren Sie tote Vögel nicht. Sie können
eine Vielzahl von Krankheiten übertragen. Sollten Sie
aus irgendeinem Grund dennoch tote Vögel anfassen müssen,
sollten Sie möglichst Schutzhandschuhe (Gummihandschuhe)
und ein anderes Paar Schuhe tragen. Stecken Sie den Vogelkörper
in einen Plastiksack, den Sie mit einem Knoten verschließen.
Stecken Sie diesen Sack zusammen mit den Schutzhandschuhen
in einen zweiten Platsiksack, den Sie ebenfalls zuknoten.
Waschen Sie sich anschließend die Hände mit Seife
(gewöhnliche Seife reicht absolut aus).
Vergessen Sie nicht, dass Kinder meistens alles anfassen.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind keine toten Tiere anfasst
und sich vor dem Essen immer die Hände mit Seife wäscht.
Für Ihre eigenen Vögel:
Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt! Vergessen wir nicht,
dass Tiere ganz natürlich erkranken oder sterben können.
Wenn Sie aber dennoch Erkrankungen oder Todesfälle
bei Ihren Tieren feststellen, ohne den Grund dafür
erkennen zu können, wenden Sie sich am besten an Ihren
Tierarzt. Sollten die Symptome auf Vogelgrippe hindeuten,
wird er die zuständigen Dienste der Föderalen
Nahrungsmittelagentur benachrichtigen.
Wenn Sie verendetes Geflügel entsorgen möchten,
können Sie den anerkannten Entsorgungsdienst Ihrer
Gemeinde benachrichtigen. Dieser kümmert sich um Tierkadaver
aus der Landwirtschaft (RENDAC N.V. Tel 053/640234). Dies
ist die optimale Lösung, um jede Ansteckungsgefahr
für Mensch und Tier zu vermeiden. Die Entsorgung kostet
Sie ungefähr 52 €, ganz gleich um wie viele Kadaver
es sich handelt. Ihr Tierarzt, die Polizei oder der Wegedienst
Ihrer Gemeinde können Ihnen nützliche Informationen
hierzu erteilen.
Sollten mehrere Ihrer Tiere innerhalb kurzer Zeit (24 Stunden)
verenden, benachrichtigen Sie Ihren Tierarzt. Wenn dieser
den Verdacht hegt, dass Ihre toten Tiere mit dem Vogelgrippe-Virus
infiziert sein könnten, wird er die Veterinärinspektoren
der Föderalen Nahrungsmittelagentur benachrichtigen.
Diese werden die verendeten Tiere eventuell untersuchen
lassen.
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Besteht
eine Gefahr für meine Gesundheit?
Sollte die Vogelgrippe in unserem Land nachgewiesen werden,
wäre es angebracht, möglichst jeden Kontakt mit
Vögeln zu vermeiden. Sich nach dem Füttern der
Tiere die Hände zu waschen und tote Vögel nicht
zu berühren, sind notwendige Vorsichtsmaßnahmen.
Es ist sehr wichtig, die Vorsichtsmaßnahmen genauestens
zu befolgen: damit verringern Sie das Risiko einer Vogelgrippe-Infektion
bei Ihrem Geflügel.
Das Risiko, dass Sie sich selbst anstecken, ist sehr gering.
Bisher haben sich nur Personen angesteckt, die sehr engen
Kontakt zu ihren Vögeln hatten.
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Und
unsere Nahrung?
Die Nahrungsmittel, die bei uns im Handel zu finden sind,
stammen von Tieren, die keinerlei Krankheitsanzeichen aufwiesen.
Die Tiere werden vor und nach dem Schlachten von Experten
begutachtet. Bei der Zubereitung von Geflügelfleisch
sollten Sie auf jeden Fall die üblichen Hygieneregeln
befolgen: die Hände waschen, das Küchenmaterial
sorgfältig reinigen, die Kühlkette aufrecht erhalten
und das Fleisch durchgaren.
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Wo
kann ich mich informieren?
Das Interministerielle Kommissariat hat ein Informationsfaltblatt
herausgegeben, in dem die Maßnahmen erklärt sind,
welche die Behörden ergriffen haben, um die Folgen
der Vogelgrippe für Mensch und Tier soweit wie möglich
zu begrenzen. Eine digitale Version steht unter der Rubrik
"Publikationen"
zu Ihrer Verfügung. Die Broschüre ist ebenfalls
gedruckt worden und in den Gemeindeverwaltungen und den
Postbüros erhältlich. Die vollständige Liste
aller häufig gestellten Fragen finden Sie in der linken
Kolonne (klicken Sie auf "Häufig gestellte Fragen").
Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie auch das
Call Center unter der kostenlosen Rufnummer 0800 99 777
kontaktieren.
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