Was kann ich tun, falls es dennoch zu einer Grippepandemie kommen sollte?
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Was versteht man unter ‚Grippepandemie’?
Eine Pandemie ist eine Epidemie, die einen ganzen Kontinent oder die ganze Welt betrifft, und in deren Verlauf ein Großteil der Bevölkerung infiziert wird, erkrankt und stirbt.
Eine Grippepandemie könnte entstehen, wenn das aktuelle A/H5N1 Virus sich an den Menschen anpasst, oder sich mit einem menschlichen Virus vermischt und dadurch ein neues Virus entsteht, gegen das der Mensch keinerlei Abwehr hat und das somit eine Grippepandemie verursachen könnte.
Momentan gibt es keine Grippepandemie. Bei der Vogelgrippe (Influenza A/H5N1) handelt es sich um ein Virus, das hochgrdig ansteckend für Vögel ist, aber nur in Einzelfällen vom Tier auf den Menschen übertragen wird. Bisher ist keine Ansteckung von Mensch zu Mensch festgestellt worden.
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Hat es bereits in der Vergangenheit Grippepandemien gegeben?
Wissenschaftler beschreiben seit mehreren Jahrhunderten Grippepandemien (= überaus große Epidemien, zeitlich und räumlich ausgedehnt). Die Pandemien des vergangenen Jahrhunderts sind besonders gut dokumentiert: die spanische Grippe von 1918, die asiatische Grippe von 1957 und die Hongkonggrippe von 1968. Die beiden letzteren, die auf die Verschmelzung eines Vogel- mit einem menschlichen Virus zurückzuführen waren, verliefen durchschnittlich schwer, während die spanische Grippe – die höchstwahrscheinlich auf die Übertragung eines Vogelvirus' auf den Menschen zurückzuführen ist, das sich mittels entsprechender Mutationen an den Menschen angepasst hat – weltweit über 20 Millionen Menschenleben gefordert hat. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um die schwerste Grippeepidemie aller Zeiten.
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Warum ist plötzlich die Rede von einer möglichen weltweiten Bedrohung durch ein neues Grippevirus?
Das derzeit in Asien endemische Vogelgrippevirus könnte eine Pandemie auslösen.
Die gegenwärtige Sorge betrifft die mögliche Mutation des Vogelgrippevirus H5N1 zu einem neuen, von Mensch zu Mensch übertragbaren Virus, gegen das der Mensch nicht gewappnet ist und das somit ein potenziell pandemisches Virus darstellt.
Bislang wurde bei den Vogelgrippeepidemien in Asien noch keine Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen. Das bedeutet, dass sich das Vogelgrippevirus noch nicht in ein menschliches Virus umgewandelt hat.
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Wie groß ist das Risiko einer solchen Grippepandemie?
Das kann niemand mit Gewissheit sagen. Da jedoch trotz allem die Gefahr einer neuen Pandemie besteht, unternehmen die meisten Behörden in aller Welt – einschließlich Belgien – große Anstrengungen, um für den Ernstfall optimal vorbereitet zu sein
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Wie kann ich mich vor der Bedrohung einer etwaigen Grippepandemie schützen?
Wenn auch bislang keineswegs die Rede von der Entstehung eines neuen Virus durch Vermischung des Vogelgrippevirus mit einem Virus der menschlichen Grippe ist, so herrscht in der Bevölkerung und bei den offiziellen Instanzen dennoch große Unruhe. Die Ungewissheit bezüglich des Auftretens – oder nicht – eines solchen Virus und bezüglich der damit verbundenen Auswirkungen spielt hier eine wichtige Rolle.
Pandemien breiten sich oftmals in aufeinanderfolgenden Wellen aus. Während der ersten Welle, in einer Zeit, in der noch kein Impfstoff verfügbar ist, können antivirale Medikamente eine Rolle bei der Eindämmung des etwaigen neuen Grippevirus spielen. Aus diesem Grunde haben die belgischen Behörden einen Plan erstellt, um bis 2007 phasenweise einen Vorrat an antiviralen Medikamenten für 30% der belgischen Bevölkerung anzuschaffen. Dieser Vorrat wird zur Eindämmung des Virus reichen und der Bevölkerung ein Höchstmaß an Schutz bieten.
Selbst einen Vorrat an antiviralen Präparaten anzulegen, kann kontraproduktiv sein, weil es damit für die Behörden schwieriger wird, die 30%-Norm zu erreichen und damit den Aktionsplan gemäß der internationalen Gesundheits- und Wissenschaftsnormen problemlos umzusetzen.
Gewiss ist, dass der Impfstoff gegen die klassische Grippe keinen Schutz gegen das etwaige neue Grippevirus bietet. Um dieses Grippevirus in den Griff zu bekommen, muss ein neuer Impfstoff entwickelt werden. Dies wird jedoch erst möglich sein, wenn das neue Virus bekannt ist. Die belgischen Behörden haben einen Vertrag mit einer pharmazeutischen Firma abgeschlossen, die bei Ausbruch der Krankheit an der Herstellung dieses neuen Impfstoffes arbeiten wird. Konkret bedeutet dies, dass Belgien, sobald sich die Vogelgrippe von Mensch zu Mensch übertragen könnte, die Gewähr hat, mit Impfstoffen beliefert zu werden, sobald diese hergestellt werden. Ab Beginn einer Pandemie benötigt man 3 bis 6 Monate zur Entwicklung eines neuen Impfstoffes. Anschließend kann die Großproduktion beginnen. Man kann also hoffen, dass der Impfstoff beim Ausbruch der zweiten Welle verfügbar ist.
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Was unternehmen die öffentlichen Behörden, um mich vor einer etwaigen Grippepandemie zu schützen?
Im Hinblick auf eine etwaige Pandemie aktualisiert unser Land ständig und gemäß der wissenschaftlichen Empfehlungen seinen Aktionsplan. Im Rahmen dieses Plans wird ein Vorrat an antiviralen Präparaten angelegt.
Darüber hinaus hat unser Land die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um einen ausreichenden Vorrat des Impfstoffs, der ab der Identifizierung des Virus entwickelt werden wird, zu erwerben.
Andere Maßnahmen nicht medikamentöser Art werden geplant, um die Abwehr zu optimieren.
Um alle diese Maßnahme zügig umsetzen zu können, wurde ein Interministerielles Kommissariat geschaffen. Es setzt sich aus Vertretern der verschiedenen betroffenen Instanzen zusammen, damit alle Maßnahmen schnell und korrekt ausgeführt werden. Möchten Sie mehr zu diesem Kommissariat erfahren, dann klicken Sie bitte hier.
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Was kann ich tun, falls es dennoch zu einer Grippepandemie kommen sollte?
Sollte dennoch eine Grippepandemie ausbrechen, raten wir Ihnen, diese Website, auf der alle Maßnahmen und Ratschläge veröffentlicht werden, regelmäßig zu besuchen. Außerdem werden die Medien einen wichtigen Partner bei der Verbreitung korrekter Informationen darstellen. Über Fernsehen, Rundfunk und Tageszeitungen werden Sie also ebenfalls über die aktuellsten Informationen unterrichtet. Und schließlich wurde für alle Personen, die Fragen haben, unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 99 777ein Call Center bereitgestellt.
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