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Saisonale Grippe: Häufig gestellte Fragen

  • Wie ernst ist die klassische Grippe?
  • Wie stellt der Arzt die Grippediagnose?
  • Wie lässt sich die Grippe von einer einfachen Erkältung unterscheiden?
  • Welche Symptome hat eine einfache Erkältung?
  • Gibt es Viren, die grippeähnliche Symptome verursachen?
  • Lässt sich eine Grippeansteckung vermeiden?
  • Wieso stecken sich die Leute vor allem im Winter mit der Grippe an?
  • Wie verbreitet sich das Virus?
  • Wie lange ist eine Person ansteckend?
  • Wie wird die Grippe behandelt?
  • Wie viele Personen erkranken jedes Jahr an der Grippe?
  • Wer muss sich gegen Grippe impfen lassen?
  • Warum wird nicht jeder gegen Grippe geimpft?
  • Muss ich die Grippeimpfung selber zahlen?
  • Warum wird empfohlen, sich jährlich impfen zu lassen?
  • Wie entscheidet die Weltgesundheitsorganisation (WHO), welche Virustypen
    für die Zusammensetzung des Impfstoffes verwendet werden?

  • Woraus besteht der Impfstoff?
  • Ist die Grippeimpfung mit Nebenwirkungen verbunden?
  • Wie funktioniert der Grippeimpfschutz?
  • Wann muss man sich impfen lassen?
  • Wie wirksam ist die Grippeimpfung?
  • Kann man trotz Impfung an der Grippe erkranken?
  • Wo erhalte ich Informationen zu den Grippe-Kampagnen in Belgien?



    Wie ernst ist die klassische Grippe?

    Für die meisten Menschen ist die Grippe lediglich eine vorübergehende, unangenehme Phase, einige Personen aber können ernsthaft krank werden. Bei den gängigsten Komplikationen der Grippe handelt es sich um Bronchitis und Lungenentzündung, die mitunter stationär behandelt werden müssen. Die Grippe stellt vor allem für ältere Menschen und chronisch Kranke wie etwa Herzpatienten, Diabetiker und Menschen mit einer Lungenerkrankung eine Gefahr dar.

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    Wie stellt der Arzt die Grippediagnose?

    In der Regel beruht seine Diagnose auf klinischen Symptomen. Es kann sich jedoch als schwierig erweisen, die Grippe von anderen Atemwegserkrankungen zu unterscheiden. Es ist erwiesen, dass bei einer Grippeepidemie lediglich 60 bis 70 % aller Personen mit eindeutig grippalen Symptomen in der Tat mit diesem Virus infiziert sind. Um festzustellen, ob Sie tatsächlich an der Grippe leiden, kann man einen Nasen- oder Halsabstrich vornehmen und diesen im Labor auf das Grippevirus untersuchen lassen.

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    Wie lässt sich die Grippe von einer einfachen Erkältung unterscheiden?

    Eine gewöhnliche Erkältung wird oftmals mit der Grippe verwechselt. Dabei ist die Grippe im Allgemeinen eine ernstere Erkrankung als eine Erkältung. Die Symptome einer einfachen Erkältung lassen in der Regel schneller nach, und Komplikationen wie etwa eine Lungenentzündung treten eher selten auf.

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    Welche Symptome hat eine einfache Erkältung?

    Die Symptome einer Erkältung sind: laufende Nase, Niesen, tränende Augen und Halsschmerzen. Diese Symptome beschränken sich auf die oberen Atemwege. Eine Erkältung ist weniger häufig mit Fieber und Muskelschmerzen verbunden.

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    Gibt es Viren, die grippeähnliche Symptome verursachen?

    Eine Infektion mit dem Rhinovirus, dem Respiratory-Syncytial-Virus (RSV), dem Parainfluenzavirus, dem Coronavirus oder dem Adenovirus führt zu grippeähnlichen Symptomen.

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    Lässt sich eine Grippeansteckung vermeiden?

    Die einzige nachweislich wirksame Vorbeugung ist die Impfung.

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    Wieso stecken sich die Leute vor allem im Winter mit der Grippe an?

    Die hohe Gripperate im Winter lässt sich u.a. dadurch erklären, dass die Leute während dieser Zeit auf engerem Raum zusammenleben, wodurch die Verbreitung des Virus begünstigt wird.

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    Wie verbreitet sich das Virus?

    Das Virus überträgt sich über feine, beim Husten oder Niesen freigesetzte Tröpfchen.

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    Wie lange ist eine Person ansteckend?

    Erwachsene sind 3 bis 5 Tage ab Auftreten der Symptome ansteckend. Bei kleinen Kindern beträgt dieser Zeitraum bis zu 7 Tage.

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    Wie wird die Grippe behandelt?

    Wie die meisten Virenerkrankungen muss die Grippe ihren Lauf nehmen. Wenn Sie die Grippe haben, können Sie ein Schmerzmittel – etwa mit dem Wirkstoff Paracetamol – einnehmen, um Kopf- und Muskelschmerzen zu lindern sowie das Fieber zu senken. Erkrankt eine gesunde Person an der klassischen Grippe, ist die Einnahme eines antiviralen Medikaments nicht notwendig.

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    Wie viele Personen erkranken jedes Jahr an der Grippe?

    Dies hängt vom Schweregrad der Epidemie ab. Schätzungen zufolge erkranken jedes Jahr ca. 5 bis 10 % der Weltbevölkerung an der Grippe. Bei großen Epidemien kann diese Zahl auf bis zu 50 % ansteigen.

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    Wer muss sich gegen die Grippe impfen lassen?

    Es gibt einen Impfstoff, der per Injektion verabreicht wird. Wir raten ausschließlich den gefährdeten Personen zu einer vorbeugenden Impfung.
    Bei den Risikogruppen handelt es sich um:
    • Die Risikogruppen:

      Gruppe 1:

      • Alle Personen über 65 Jahren
      • Personen, die in Einrichtungen untergebracht sind
      • Jeder Patient ab dem Alter von 6 Monaten, der an einer unterschwelligen chronischen Krankheit leidet, selbst wenn diese sich stabilisiert hat (chronische Erkrankungen der Lunge, des Herzens, der Leber, der Nieren, chronische Stoffwechselkrankheiten oder angeborene oder erworbene Störungen des Immunsystems)
      • Kinder im Alter zwischen 6 Monaten und 18 Jahren, die während einer längeren Zeitspanne mit Aspirin behandelt werden

      Gruppe 2:

    • Personal des Gesundheitssektors, das in direktem Kontakt mit Personen der Gruppe 1 steht

    Gruppe 3:

    • schwangere Frauen, die zum Zeitpunkt der Impfung im zweiten oder dritten Trimester der Schwangerschaft stehen

    Gruppe 4:

    • alle Personen zwischen 50 und 64 Jahren, selbst wenn sie nicht als Risikopatienten eingestuft werden, da sie in einem von drei Fällen wenigstens einen Risikofaktor aufweisen: besonders Raucher, übermäßige Trinker und fettleibige Personen

    Gruppe 5:

    • gewerbliche Züchter von Geflügel und Schweinen und deren mit ihnen unter einem Dach lebenden Familienmitglieder, sowie die Personen, die aus beruflichen Gründen mit lebendem Geflügel oder lebenden Schweinen in Kontakt kommen

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    Warum wird nicht jeder gegen die Grippe geimpft?

    Für gesunde junge Erwachsene stellt die Grippe keine Gefahr dar. Diese Gruppe braucht also nicht geimpft zu werden.

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    Muss ich die Grippeimpfung selber zahlen?

    Um die Risikogruppen besser zu erreichen und damit den Impfungsgrad zu verbessern, haben die Behörden eine Teilrückerstattung (40%) des Impfstoffs beschlossen. Das bedeutet, dass die Eigenbeteiligung des Patienten bei einer Impfung zum Preis von 10,59 bis 10,84 Euro je nach Produkt zwischen 6,35 und 6,50 Euro beträgt.

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    Warum wird empfohlen, sich jährlich impfen zu lassen?

    Mit der Zeit verringert sich die Menge der Antikörper. Irgendwann sind zu wenig Antikörper vorhanden, um einen angemessenen Schutz zu gewährleisten. Außerdem ist das Grippevirus immer wieder geringfügigen genetischen Veränderungen unterworfen, und der im Zuge vorangegangener Infektionen oder aber der Impfung des Vorjahres erworbene Schutz schützt nicht notwendigerweise vor neuen Grippeviren. Da das Virus mutiert, muss der Impfstoff jedes Jahr den neuesten Virustypen angepasst werden.

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    Wie entscheidet die Weltgesundheitsorganisation (WHO), welche Virustypen für die Zusammensetzung des Impfstoffes verwendet werden?

    Ein weltweites Labornetzwerk bietet den vier auf dem Gebiet der Grippe mit der WHO zusammenarbeitenden Zentren (Atlanta, London, Melbourne und Tokio) die Möglichkeit, die in Umlauf befindlichen Viren zu ermitteln. Die Impfstoffe werden jedes Jahr angepasst, so dass der für das nächste Jahr hergestellte Impfstoff die aktuellsten Grippeviren enthält.

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    Woraus besteht der Impfstoff?

    Der Grippeimpfstoff enthält in der Regel drei verschiedene Arten inaktivierter Viren. Die Viren werden in befruchteten Hühnereiern gezüchtet, anschließend werden sie vor der Herstellung des Impfstoffes abgetötet und gereinigt. Generell liefert 1 Ei genügend Viren für eine Impfdosis. Ein Grippeimpfstoff enthält also keine "lebenden" Influenzaviren. Eine Grippeerkrankung infolge einer Impfung ist somit ausgeschlossen.

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    Ist die Grippeimpfung mit Nebenwirkungen verbunden?

    Häufigste Nebenwirkungen der Grippeimpfung sind eine Rötung und Schmerzen an der Einstichstelle. In einigen Fällen kann es außerdem zu leichtem Fieber und Muskelschmerzen kommen.

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    Wie funktioniert der Grippeimpfschutz?

    Nach der Impfung beginnt das Immunsystem, Antikörper gegen die Virenproteine des Impfstoffes zu produzieren. Bei einem späteren Kontakt mit dem echten Virus heften sich die Antikörper an die in den Körper eindringenden Grippeviren, so dass diese beseitigt werden und das Gewebe nicht (weiter) beschädigt wird. Dank der Impfung wird die betreffende Person nicht krank, oder aber die Symptome werden gemildert.

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    Wann muss man sich impfen lassen?

    Es ist schwierig zu sagen, wann der beste Zeitpunkt für die Impfung ist, da der Beginn der jährlichen Epidemie von Jahr zu Jahr unterschiedlich ist. Auf der nördlichen Halbkugel ist die Zeit zwischen Oktober und Mitte November der beste Zeitpunkt für die Impfung.

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    Wie wirksam ist die Grippeimpfung?

    Die Wirksamkeit der Impfung hängt ab vom Abwehrsystem des jeweiligen Menschen, dem Alter der geimpften Person, der Übereinstimmung des Virus im Impfstoff mit dem in der Bevölkerung in Umlauf befindlichen Virus, dem (Unter-)Typ des Virus sowie der Zeitspanne zwischen der Impfung und dem Kontakt mit dem Grippevirus. Im Allgemeinen verhindert die Impfung den Ausbruch der Krankheit bei ca. 70 % der jungen Erwachsenen. Bei älteren Menschen fällt dieser Prozentsatz geringer aus.

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    Kann man trotz Impfung an der Grippe erkranken?

    Es kann vorkommen, dass (vor allem ältere) Menschen trotz der Impfung an der Grippe erkranken (siehe auch obenstehende Frage). Bei allen, die trotz Impfung an der Infektion erkranken, verläuft die Krankheit im Allgemeinen milder und führt seltener zu einem Krankenhausaufenthalt oder zu Todesfällen.

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    Wo erhalte ich Informationen zu den Grippe-Kampagnen in Belgien?

    Jedes Jahr organisieren die drei Gemeinschaften Belgiens eine Kampagne zur saisonalen Grippe und die Grippeschutzimpfung. Nähere Informationen finden Sie unter www.sante.cfwb.be (Rubrik"actualités") bzw. auf der Internetseite der Deutschsprachigen Gemeinschaft, www.dglive.be.

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