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Das A/H1N1-Grippevirus wurde zum ersten Mal in März 2009 in Mexiko nachgewiesen. Hier finden Sie alle bei dieser Pandemie übermittelten Informationen.

 

 

Grippe A/H1N1 : Häufig gestellte Fragen

 


Worin besteht die Krankheit ?

Ausbreitung des Grippe-Virus

Schutzmaßnahmen

Reisen

Anwendung von Schutzmasken


Was ist die A/H1N1-Grippe?

Es handelt sich um ein neuartiges Virus beim Menschen, das aus einer Kombination von Genen verschiedener Herkunft besteht: Sie stammen zum Teil von Schweineviren, von einem Vogelvirus und von einem Menschenvirus. Dieses Virus wurde zum ersten Mal am 18. März 2009 in Mexiko nachgewiesen. Aus den ersten Analysen erweist sich eine Ähnlichkeit mit Viren, die in Nord-Amerika und Europa/Asien bei Schweinen vorkommen.

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Welche sind die Symptome der A/H1N1-Grippe?

Beim Menschen verlaufen die Symptome normalerweise wie bei einer herkömmlichen saisonalen Grippe, mit plötzlich auftretendem hohem Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit und Atemsymptome eventuell mit Durchfall und allgemeinem Schwächegefühl.

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Warum wird der Ausbruch in den USA und in Mexiko als ein neues Problem angesehen?

Die A/H1N1-Grippe; die in den USA und in Mexiko nachgewiesen wurde, enthält Gene von Schweine-, Vogel- und Menschengrippeviren in einer Zusammensetzung, die bisher noch nie beobachtet wurde.

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Was ist die Schweinegrippe?

Bei der Schweinegrippe handelt es sich primär um eine akute Virusinfektion der Atemwege bei Schweinen, ausgelöst durch ein Grippevirus des Genus A. Die Sterblichkeitsrate bei Schweinen ist gering, erkrankte Tiere genesen normalerweise innerhalb von 7 bis 10 Tagen. Schweinegrippe-Viren treten auch bei Wildvögeln, Hühnern, Pferden und Menschen auf, wobei Übertragungen zwischen unterschiedlichen Arten sehr selten auftreten. Bisher sind drei Typen von Grippeviren des Genus A bei Schweinen aufgetreten: H1N1, H1N2 und H3N2.

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Muss ich mir Sorgen machen, weil es jetzt bestätigte Fälle in Belgien gibt? Haben die Personen, bei denen die A/H1N1-Grippe festgestellt worden ist, andere Menschen infiziert?

Die Personen, bei denen die A/H1N1-Grippe festgestellt worden ist, haben nach der Heimkehr aus dem Ausland ihren Hausarzt kontaktiert. Dieser hat Symptome der Grippe festgestellt und einen Test machen lassen. Die Personen, die einen engen Kontakt mit dem Patienten gehabt haben, werden ärztlich betreut und bekommen eine präventive Behandlung mit antiviralen Mitteln. Dank dieser Vorgehensweise können Personen aus der Nähe des Patienten, die auch infiziert worden sind, unmittelbar isoliert und behandelt werden. Die Behörden ergreifen alle nötigen Maßnahmen, um das Risiko auf Infektion soweit wie möglich einzudämmen.

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Wie werden Personen mit A/H1N1 behandelt?

Diese Personen werden in eine spezialisierte Abteilung vom Sint-Pieterskrankenhaus in Brüssel eingeliefert. Sie werden dort isoliert, damit sie niemanden infizieren können. Der Zustand der Patienten ist nicht beunruhigend.

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Ich denke, dass ich auch ein Fluggast auf einem Flug mit infizierten Personen war. Können Sie mir sagen, auf welchem Flug die infizierten Personen sich befanden?

Die Behörden treten mit allen Fluggästen der Flüge, bei denen möglicherweise ein Infektionsrisiko besteht, in Verbindung. Die Fluggäste des Flugs von New York nach Brüssel mit Ankunft am 11. Mai brauchen sich keine Sorgen zu machen, da durch die erkrankte Person während des Fluges noch kein Ansteckungsrisiko bestand.

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Wie wird das A/H1N1-Grippevirus übertragen?

Die Übertragung des A/H1N1-Grippevirus erfolgt hauptsächlich über Atemwegsekrettröpfchen, die beim Husten und Niesen verbreitet werden. Diese Sekrettröpfchen können die Erreger unmittelbar über die Atmung übertragen. Weil sie auch durch die Luft transportiert werden können,  besteht die Möglichkeit, dass Erreger auf Gegenstände übertragen werden. Sie werden auch über die Hände (man bedeckt sich den Mund mit der Hand beim Husten) an die mit den Händen gefassten Gegenstände übertragen und diese Gegenstände stecken die Person an, die sie berührt.

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Kann die A/H1N1-Grippe behandelt werden?

Die meisten Schweinegrippe-Viren sind empfindlich gegenüber antivirale Medikamente (Oseltamivir und Zanamivir) sowie ältere antivirale Arzneimittel (Amantadin).
Das nun in den USA und Mexiko entdeckte Virus ist empfindlich gegenüber den meisten antiviralen Medikamenten, aber resistent gegenüber der alten Substanz Amantadin.

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Ab wann werden antivirale Medikamente verschrieben?

Antivirale Medikamente werden von einer Gesundheitsfachkraft nach Untersuchung und Diagnose verschrieben, sobald die ersten Grippesymptome auftreten.

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Verfügen wir über ausreichende Vorräte an antiviralen Medikamenten in Belgien?

Die Vorräte an antiviralen Medikamenten sind derzeit ausreichend, um die infizierten Menschen zu behandeln. Die Situation wird regelmäßig überprüft werden.

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Welche ist die Inkubationszeit der A/H1N1-Grippe?

Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome) beträgt zurzeit 2 bis 7, höchstens 10 Tage nach der Ansteckung.

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Wie entwickeln sich die Fälle einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung des H1N1-Grippevirus?

Die Übertragungsfälle zwischen Menschen von Personen, die aus einem infektierten Gebiet zurückkehren, sind derzeit sehr begrenzt. Nur wenige Angaben zu dieser Übertragungsart liegen hierzulande vor. Sie hängt von der Virulenz des Erregers ab und seine Zusammensetzung entwickelt sich. Die belgischen und internationalen Behörden verfolgen das A/H1N1-Grippevirus mit großer Aufmerksamkeit. Die Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus können sich nach Maßgabe der Virusverbreitung entwickeln. Diese Maßnahmen werden vom Interministeriellen Kommissariat Influenza mitgeteilt.

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Kann ich mich durch den Verzehr von Schweinefleisch mit dem H1N1-Grippevirus anstecken?

Das Virus wird nicht durch den Verzehr von Schweinefleisch oder von Produkten aus Schweinefleisch übertragen. Das Tiervirus wird durch das Durchgaren abgetötet.

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Ist der Arzt, der einen Fall von A/H1N1-Grippe feststellt, gesetzlich verpflichtet, das Unternehmen, das den Arbeitnehmer beschäftigt, davon in Kenntnis zu setzen?

Sobald ein Fall von Grippe bestätigt wird, muss Kontakt mit dem Arzt-Inspektor der Gemeinde aufgenommen werden. Maßnahmen zur Isolierung des Patienten werden dann im gegenseitigen Einvernehmen zwischen dem Arzt und dem Arzt-Inspektor der Gemeinde ergriffen. Zu diesem Zeitpunkt besteht keine gesetzliche Verpflichtung, das Unternehmen über den Fall zu unterrichten. Mögliche Kontaktpersonen müssen selbstverständlich gesucht und benachrichtigt werden. Jedes Unternehmen muss einen Business Continuity Plan erstellen (vgl. FR oder NL).

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Können sich Menschen mit Schweinegrippe infizieren?

Ja. Üblicherweise überträgt sich die Schweinegrippe durch direkten Kontakt mit infizierten Schweinen. Fälle von Schweinegrippe beim Menschen wurden seit Ende der 1950er Jahren fallweise nachgewiesen, vor allem bei Personen, die im direkten Kontakt mit Schweinen leben oder arbeiten (beispielsweise bei Schweinezüchtern usw.). In Europa wurden seit 1958 nur 17 Fälle registriert. In den USA wurde 1976 ein Ausbruch des Schweinegrippe-Virus unter Rekruten einer Militärbasis in Fort Dix, New Jersey, dokumentiert. Eine Verbindung zu Schweinen wurde angenommen, konnte aber nie nachgewiesen werden. Stattdessen gab es eine Übertragung von Mensch zu Mensch mit über 200 Erkrankungen, wovon 12 im Spital versorgt werden mussten und einen Todesfall.

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Wie kann man sich vor der A/H1N1-Grippe schützen?

Es wird empfohlen:

  • jeden Kontakt mit Erkrankten zu vermeiden;
  • die Hände regelmäßig mit Wasser und Seife zu waschen. Alkoholische Händedesinfektionsmittel sind auch wirksam;
  • für gesunde Lebensweisen zu sorgen: körperliche Bewegung, gesunde Ernährung und genügende Ruhe.

Beim Kontakt mit einer an dem Virus erkrankten Person soll man eine Maske nur vor Mund und Nase tragen.

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Ist die Impfung gegen die saisonale Grippe wirksam gegen die A/H1N1-Grippe?

Es gibt bestimmte Gemeinsamkeiten zwischen dem H1N1-Grippevirus beim Menschen (der durch die Grippeimpfung abgedeckt ist) und der A/H1N1-Grippe, sodass eine Wirksamkeit für beide Formen nicht ausgeschlossen wird. Trotzdem muss dies derzeit noch näher abgeklärt werden. Untersuchungen sind am Gange, dauern aber Zeit. Die saisonale Grippeimpfung soll vermutlich wenig sogar keinen Schutz gegen dieses neue Virus bieten.

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Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um mit dieser Lage fertig zu werden?

Die US-Behörde für Seuchenkontrolle (CDC) in Atlanta, das europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sowie die EU-Kommission beobachten und bewerten die Situation gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten und dem WHO-Regionalburö für Europa. Die Gesundheitsbehörden in Mexiko unternehmen eine Reihe von Maßnahmen des 'Social Distancing' (Schulschließung, Vermeidung van Menschenansammlungen) zur Kontrolle des Ausbruchs. Sie verteilen auch antivirale Medikamente. Ratschläge über zu ergreifende Hygienemaßnahmen wurden verbreitet, um die Ausbreitung der Grippe zu verhindern. Auch die US-Gesundheitsbehörden haben in betroffenen Regionen Informationen über  Hygienemaßnahmen verteilt und ihre Überwachungsmaßnahmen intensiviert.  

In Belgien verfolgt das Interministerielle Kommissariat Influenza umgehend die Situation und steht in engem Kontakt mit den nationalen und internationalen Behörden. Unser Land verfügt über einen Plan mit Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, sollte eine Pandemie unser Land erreichen.

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Welche Maßnahmen sind ergriffen worden, um das Eindringen des Virus in Belgien zu verhindern? 

Es gibt keine Schutzmaßnahmen, die es möglich machen, das Eindringen des Virus in Belgien zu verhindern. Solche Maßnahmen sind ganz unwirksam. Nur individuelle Maßnahmen zur Förderung der Achtung der anderen könnten den Ausbruch des Virus abbremsen.

Den aus den betroffenen Ländern zurückkehrenden Menschen, die Symptome der A/H1N1-Grippe aufweisen, wird dringend empfohlen, mit ihrem behandelnden Arzt Kontakt aufzunehmen, welcher dann mit dem Arzt-Inspektor der Gemeinschaft Kontakt aufnehmen wird. Außerdem soll jeder Kontakt mit den anderen soweit wie möglich vermieden werden und sollen die notwendigen biologischen Proben von diesen Menschen entnommen werden, um das für die Krankheit verantwortliche Virus zu identifizieren.  Eine antivirale Behandlung kann vom behandelnden Arzt verschrieben werden.
Jedoch ist die Isolierung der erkrankten Person die einzige Präventivmaßnahme.

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Was ist eine Grippe-Pandemie?

Als Grippe-Pandemie wird eine weltweite Epidemie bezeichnet, die von einem neuen Grippevirus ausgelöst wird und große Teile der Weltbevölkerung infiziert (Vgl. FAQ grippepandemie).

Die Weltgesundheitsorganisation hat in ihrem weltweiten Grippe-Vorbereitungsplan sechs Pandemie-Warnstufen definiert. Unabhängige Experten bewerten die vorhandenen Daten und beschließen, welche Warnstufe dem Generaldirektor der WHO empfohlen wird.  

In Europa gab es in den letzten Jahren in allen EU-Mitgliedsstaaten große Anstrengungen zur Vorbereitung auf einen Pandemiefall.

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Was machen die Behörden, um die Bevölkerung gegen eine eventuelle Influenzapandemie (A/ H1N1) zu schützen?

Mehrere Maßnahmen sind in unserem Land ergriffen worden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Unter der Leitung des Interministeriellen Kommissariats Influenza verfolgt derzeit eine spezifische Struktur die Gefahr, die dieses neue Virus darstellt, mit großer Aufmerksamkeit. Die betroffenen Sektoren und die Behörden arbeiten koordiniert zusammen. Spezifische Auskünfte werden jeweils den Angehörigen der Gesundheitsberufe, der Bevölkerung und den Reisenden, die aus den betroffenen Gebieten zurückkehren, erteilt. Diese Auskünfte werden über die Medien verbreitet und auf der Website veröffentlicht. Darüber hinaus werden Informationsbroschüren herausgegeben und ist ein Call-Center eingerichtet worden. Die Behörden sorgen auch dafür, dass die Labors alle erforderlichen Untersuchungen durchführen können. Das Netz, welches das Virus im Winter überwacht, bleibt aktiv. Damit einher geht die Entwicklung geeigneter Verfahren, die je nach den Fortschritten bei den gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnissen und den neuen Feststellungen über dieses neue Virus angepasst werden. Außerdem wurden Pläne für die Verteilung von antiviralen Medikamenten und Masken erstellt.

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Wie werden die verschiedenen Phasen der WHO unterteilt?

Phasen gemäß der Weltgesundheitsorganisation (www.who.int)

Interpandemische Periode

Phase 1 : Es wurden keine neuen Influenzavirus-Subtypen beim Menschen entdeckt. Ein Influenzavirus-Subtyp, mit dem Menschen infiziert wurden, mag im Tierreich zirkulieren. In diesem Fall wird das Risiko, dass Menschen infiziert werden oder erkranken, als gering angesehen.
Phase 2 : Es wurden keine neuen Influenzavirus-Subtypen beim Menschen entdeckt. Jedoch stellt ein im Tierreich zirkulierender Influenzavirus-Subtyp für den Menschen ein substanzielles Krankheitsrisiko dar.

Pandemische Warn-Periode

Phase 3 : Es treten Fälle der Infektion mit einem neuen Influenzavirus-Subtyp beim Menschen auf. Es erfolgt aber keine Übertragung von Mensch zu Mensch oder nur sehr selten und dann auch nur bei engstem Kontakt der Infizierten zueinander.
Phase 4 : Klein(e), örtlich begrenzte Häufung(en) von Infektionen mit vereinzelten Mensch-zu-Mensch-Ansteckungen, was nahelegt, dass das Virus nicht gut an den Menschen angepasst ist.
Phase 5 : Größere Häufung(en) von Infektionen, aber Mensch-zu-Mensch-Übertragung noch lokal begrenzt, was nahelegt, dass das Virus zunehmend besser an den Menschen angepasst ist, aber noch nicht vollständig von Mensch zu Mensch übertragbar ist (erhebliches Risiko, dass Pandemiemaßnahmen getroffen werden).

Pandemie-Periode

Phase 6 : Pandemie : Wachsende und anhaltende Übertragungen von Mensch zu Mensch in der gesamten Bevölkerung. 

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Warum hat die WHO die Pandemie-Alarmstufe auf 6 erhöht und welche Maßnahmen werden durch die belgischen Behörden getroffen?

Am 11. Juni 2009 hat der Generaldirektor der WHO entschieden, die Pandemie-Alarmstufe zu erhöhen, nämlich von 5 auf 6. Diese Entscheidung wurde in Anbetracht der geographischen Ausbreitung der Krankheit und nicht wegen deren Schwere ergriffen. In Belgien ändert sich die Lage nicht: das Überwachungssystem, an dem Hausärzte und Ärzte-Inspektoren der Gemeinschaft beteiligt sind, bleibt auf dieselbe Weise funktionieren. Ziel der belgischen Behörden, die jeden Fall mit größter Sorgfalt bis volle Genesung behandeln wollen, ist es, die Ausbreitung des Virus in unserem Land zu hemmen, bis der pandemische Impfstoff verfügbar ist.

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Welche Maßnahmen bestehen bzw. sind in Vorbereitung, was die Impfung und die Vorbeugung der Übertragung betrifft?

Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes kann 4 bis 6 Monate in Anspruch nehmen.
Die wirksamste Präventivmaßnahme ist individuell: Isolierung der erkrankten Person und maximale Begrenzung der Kontakte mit dem Patienten.

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Ist es derzeit sicher, nach Mexiko und in die USA zu reisen?

Derzeit raten viele Länder ab, sich nach Mexiko und in die USA zu reisen, es sei denn sie sind durch dringende Gründe dazu verpflichtet.
Reisende, die vorhaben, nach Mexiko, Kalifornien oder Texas zu reisen, werden angehalten, die Websites der WHO, des FÖD Auswärtige Angelegenheiten (www.diplomatie.be)  oder der Volksgesundheit  (www.health.fgov.be) zu beachten.
Allen Reisenden wird empfohlen, einige der unten erwähnten allgemeinen Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten.

Ziel ist es, Kontakte mit potentiellen Kranken, die die Grippe übertragen könnten. zu vermeiden.

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Was soll ich tun, um mich zu schützen, wenn ich nach vom Virus befallenen Ländern reisen muss?

Reisende sollten die folgenden Standard-Schutzmaßnahmen für Atemwegsinfektionen beachten, wenn sie in Gebiete reisen, aus denen Infektionen mit der Mexikanischen Grippe gemeldet wurden. Alle Reisenden nach heimgesuchten Gebieten müssen die allgemeinen Hygienemaßnahmen einhalten, nämlich:

  • Vermeiden Sie jeden Kontakt mit erkrankten Menschen.
  • Wenn Sie selbst krank sind, vermeiden Sie jeden Kontakt mit Ihrer Umgebung, um sie nicht anzustecken. Wenn Sie krank sind, bleiben Sie zu hause, gehen Sie weder zur Schule noch zur Arbeit und gehen Sie nicht einkaufen.
  • Bedecken Sie Mund und Nase, wenn Sie husten oder sich schnäuzen. Werfen Sie das Papiertaschentuch nach Gebrauch weg.
  • Händewaschen schützt vor Übertragung von Grippeviren. Waschen Sie sich die Hände regelmäßig mit Seife und Wasser, insbesondere nach dem Husten oder Niesen. Alkoholische Händedesinfektionsmittel können auch wirksam sein. Berühren Sie mit ungewaschenen Händen weder Augen, Nase noch Mund. Viren können auch durch Berührung verunreinigter Gegenstände auf Ihre Finger gelangen.

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Ich reise nach einem Land ab, wo es einen bestätigten Fall der A/H1N1-Grippe gibt. Ist es zu empfehlen, eine Packung Tamiflu prophylaktisch auf die Reise mitzunehmen?

Die vorsorgliche Einnahme von Tamiflu wird abgeraten.

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Ich halte mich derzeit in einem Land auf, wo es bestätigte Fälle des A/H1N1-Grippe gibt:
- Sind Geldscheine Virusträger?
- Sind Druckknöpfe eines Hotelaufzugs Virusträger?

Die Übertragung des Grippevirus erfolgt hauptsächlich über die Atemwege (durch Husten, Niesen oder Spucken), kann aber auch durch Berühren von Händen oder kontaminierten Gegenständen.  Allen Bürgern wird empfohlen, die minimalen Hygienemaßnahmen zu beachten, und zwar sich so oft wie möglich die Hände waschen. Alkoholische Händedesinfektionsmittel für Hände können auch wirksam sein.

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Ich kehre aus einem Land heim, in dem es mindestens einen bestätigten Fall gibt; ich habe gewisse Symptome, was soll ich tun?

Bei Grippesymptomen (plötzlich auftretendes Fieber eventuell mit Durchfall, Muskelschmerzen, Husten, Müdigkeit, Fieber) in den 7 bis 10 Tagen nach Ihrer Rückkehr aus einem heimgesuchten Gebiet, wird Ihnen empfohlen, Ihren Hausarzt aufzusuchen. Ihr Arzt wurde vom Interministeriellen Kommissariat Influenza darüber informieren, wie man sich verhalten soll.

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Welche Sicherheitsmaßnahmen sollten Reisende nach ihrer Rückkehr aus vom A/H1N1-Grippevirus befallenen Gebieten beachten?

Reisende, die aus betroffenen Gebieten heimkehren, sollten ihren allgemeinen Gesundheitszustand beobachten.
Sollten innerhalb von zehn Tagen nach Rückkehr eines oder mehrere der nachfolgenden Krankheitszeichen auftreten, müssen die Reisenden sich isolieren und ihren Arzt sofort kontaktieren.
· Fieber
· Atembeschwerden wie Schnupfen und Husten
· Halsschmerzen - Mögliche andere Symptome sind:

- Gelenkschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schüttelfrost
- Müdigkeit
- Erbrechen oder Durchfall (nicht typisch für die Grippe, aber festgestellt bei bestimmten jüngsten Fällen der Mexikanischen Grippe).

Sobald diese Anzeichen auftreten, wird empfohlen, eine Maske zu tragen, die Sie jede Stunde wechseln sollen.  Das Maskentragen wird die beim Husten oder Sprechen verbreiteten Sekrettröpfchen verringern. Diese Sekrettröpfchen sind Virusträger.

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Muss ich eine Maske tragen, um mich vor dem Virus zu schützen?

Gegenwärtig gilt WHO-Phase 6. Es wurde kein einziger Fall der A H1N1-Grippe in Belgien registriert. Es empfiehlt sich vorerst nicht, eine Maske zu tragen. Nur Gesundheitsfachkräfte und Personen, die engen und regelmäßigen Kontakt zu Kranken haben, sollen eine FFP2-Maske tragen.

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Was ist eine FFP2-Maske?

Die FFP2-Maske ist dafür ausgelegt, Partikel aus der Umgebungsluft herauszufiltern (Schutz von außen nach innen). Sie ist hauptsächlich für Gesundheitsfachkräfte und Personen mit regelmäßigem und engem Kontakt zu Kranken bestimmt. Sie zeichnet sich durch eine Filterleistung von mehr als 95 Prozent aus und wurde durch alle Gesundheitsbehörden weltweit empfohlen, um nötigenfalls ausgeteilt zu werden.

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Wann werde ich eine Maske tragen müssen, um mich vor dem Virus zu schützen ?

Erst bei Phase 6 werden Masken ausgeteilt werden, und zwar auf Anordnung der Gesundheitsbehörden. Die Maßnahmen, um sich vor dem Virus zu schützen, werden je nach der Ausbreitung des Virus angepasst werden. Diese Maßnahmen werden durch das Interministerielle Kommissariat Influenza bekannt gegeben werden.

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Falls ich mit dem Virus infiziert bin, welche Maske werde ich tragen müssen, um mich zu schützen?

Chirurgische Masken sind für infizierte Patienten bestimmt. Sie werden verwendet, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden.

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